Aktuelles



Rundschreiben Frühjahr/Sommer 2017

Mit diesem Rundschreiben möchten wir Ihnen einen Überblick über die kommenden Veranstaltungen geben.

Rundschreiben Frühjahr 2017


Exkursion 2017

Unsere Exkursion 2017 wird uns am Freitag, 30.06.2017 nach Engen ins Hegau, mit Besuch der Städtischen Galerien und Führungen rund um den Petersfels, führen. Hierzu laden wir herzlich ein. Im Anhang finden Sie die Einladung sowie das Anmeldeformular. Über eine rege Teilnahme freuen wir uns sehr!

Anmeldung Exkursion Einladung Exkursion 2017


CMT 2017 – UNESCO-Welterbeantrag für den „kulturellen Urknall“ auf der Schwäbischen Alb

In Talabschnitten der Flüsse Ach und Lone auf der Schwäbischen Alb befinden sich die Höhlen Vogelherdhöhle, Hohlenstein Stadel-Höhle, Bocksteinhöhle, Geißenklösterle, Sirgensteinhöhle und Hohle Fels. Dort wurden die ältesten Musikinstrumente der Welt, Flöten aus Elfenbein und Vogelknochen, sowie über 50 aus Mammutelfenbein geschnitzte Figuren gefunden – bis zu 40.000 Jahre sind sie alt. Die „Venus vom Hohle Fels“ und der „Löwenmensch“ sind die wohl bekanntesten Artefakte. Auf der Schwäbischen Alb besteht damit eine weltweit einzigartige Konzentration von Fundplätzen der ältesten Kunstwerke und Musikinstrumente der Menschheit! Nachdem das Landesamt für Denkmalpflege seit 2012 daran gearbeitet hatte, wurde 2016 der Welterbeantrag für die Höhlen der Schwäbischen Alb als Fundorte der ältesten Eiszeitkunst bei der UNESCO eingereicht. Die Entscheidung der UNESCO über die Anerkennung der „Höhlen der ältesten Eiszeitkunst“ als Weltkulturerbe fällt voraussichtlich im Sommer 2017. Der Heidenheimer Landrat a.D. Hermann Mader, Vorsitzender des Fördervereins Eiszeitkunst im Lonetal e.V., sieht der Entscheidung über die Aufnahme optimistisch entgegen: „Bereits vor 40.000 Jahren war die Schwäbische Alb ein Innovationszentrum, hier ereignete sich ein kultureller Urknall.“ Die weltweit ältesten Funde von figürlichen Kunstgegenständen und Musikinstrumenten stehen anderen Weltkulturerben in nichts nach, eher das Gegenteil ist der Fall, meint Hermann Mader: „Die Mona Lisa ist gerade einmal rund 500 Jahre alt und eines von vielen Gemälden ihrer Zeit. Auf der Schwäbischen Alb reden wir von einzigartigen Fundstücken weltweit, die 80 Mal älter sind.“ Bereits 2014 hat sich der SAT in seiner Kommunikation auf die Eiszeit-Thematik fokussiert. So ist das neue Schwäbische Alb-Logo mit dem Claim „Inspiriert. Seit Urzeiten.“ entstanden und der Löwenmensch wurde Leitsymbol der Region. Das Eiszeit-Erlebnis wird für Gäste ab 2017 auch erstmals buchbar: Die Stadt Tübingen hat mit Partnern von der ganzen Schwäbischen Alb das Pauschalangebot „Eiszeitkunst und Urgestein“ entwickelt, das verschiedene Erlebnispunkte und Sehenswürdigkeiten miteinander verbindet.

Louis Schumann, Geschäftsführer des Verband Schwäbischen Alb Tourismus, Minister Guido Wolf, Gabriele Dalferth und Vorsitzender des Fördervereins, Hermann Mader.

 

 

 

 


 

Informationsbroschüre „Höhlen der ältesten Eiszeitkunst“

Unter der Regie des Landesamt für Denkmalpflege wurde die Informationsbroschüre zum Welterbeantrag „Höhlen der ältesten Eiszeitkunst“ veröffentlicht. Die Broschüre ist nun auch als pdf-download über die Website http://www.iceageart.de/ unter der Rubrik „Service“ verfügbar.

 


 

Archäologie-Preis 2016 an Hermann Glatzle

Hermann Glatzle, langjähriger Schulleiter des Herbrechtinger Buigen-Gymnasiums und Ehrenmitglied des Fördervereins Eiszeitkunst im Lonetal, erhielt jetzt bei einer Festveranstaltung im vollbesetzten Weißen Saal des Stuttgarter Neuen Schlosses den Archäologie-Preis 2016 des Landes Baden-Württemberg. Anwesend war dort die Creme der Archäologieszene des Landes. Der Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Prof. Dr. Claus Wolf, begrüßte die geladenen Gäste. Die für den Denkmalschutz zuständige Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut war verhindert; für sie hielt Ministerialdirektor Hubert Wicker die Laudatio. Er zeigte sich hoffnungsfroh, dass 2017 Baden-Württemberg seine sechste UNESCO-Weltkulturerbestätte anerkannt bekomme – der Welterbe-Antrag sei jedenfalls „gut untermauert“ worden auch durch die Forschungen Hermann Glatzles, der das 40 Kilometer lange Lonetal längst „wie seine Hosentasche“ kenne. Auch geben seine Forschungen und Erkundungen „Perspektiven für die Zukunft“. Die Landesarchäologie jedenfalls vertraue dem „Wissen und Spürsinn“ Glatzles. Wicker überreichte Urkunde und Preis und eine Nachbildung der keltischen Goldenen Schale aus Hochdorf an Glatzle und den Co-Preisträger Ferdinand Pfannstiel; die Beiden teilen sich die Preissumme in Höhe von 8000 Euro.

Archäologie Preisverleihung 2016

Archäologie Preisverleihung 2016

 

Hermann Glatzle ergriff selber auch das Wort: Das Motiv für seine aufwändige Feldforschung sei die Schaffenskraft derjenigen, die hier vor 40.000 Jahren gewirkt hätten. Hier sei die Kunst erfunden worden, wie weltweit einzigartige Figuren und Flöten dokumentierten. Auch sei er fasziniert von den wissenschaftlichen Ausgrabungen; sie seien gleichfalls Ansporn für seine Nachforschungen, die der 72jährige Glatzle als „nicht abgeschlossen“ bezeichnete: Er werde weiterhin unterstützend bei Sondierungen tätig sein.

Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Thomas Terberger vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalschutz. Auch er gratulierte beiden Preisträgern und referierte dann über die Überreste des bronzezeitlichen Schlachtfelds im Tollensetal, wo vor 3300 Jahren kriegerische Auseinandersetzungen getobt hätten.

Mit Hermann Mader war auch der Vorsitzende des Fördervereins Eiszeitkunst im Lonetal im vollbesetzten Weißen Saal anwesend.

 


 

 

Deutschlandradio über Eiszeitkunst

Gerhard Richter, Mitarbeiter des Deutschlandradios Kultur, war ganze zehn Tage lang in der Region, um sich nachhaltig zu informieren über die Eiszeitkunst in Lonetal.
„Einmal Eiszeit und zurück“ hat er seinen Beitrag betitelt, für den er viele Gespräche führte – unter anderem mit Gabriele Dalferth, Archäo-Guide und Flötistin auf eiszeitartigen Instrumenten, Apotheker Ulrich Trittler, dem Tal-Inspektor Hermann Glatzle, der Archäopark-Chefin Ewa Dutkiewicz, Hermann Mader vom Förderverein Eiszeitkunst im Lonetal und einigen mehr.
Die Sendung hat die Dauer von einer knappen Stunde und bietet eine Vielzahl von Zugängen zum Thema. Mader beispielsweise ist begeistert von dem Beitrag und nennt ihn, unter anderem, „einfühlsam und wissenswert und einfach bestens gelungen“.
Übers Internet ist der Beitrag abrufbar. http://tinyurl.com/gp6p25k


Antrag zum UNESCO-Weltkulturerbe

Welterbestaetten_eV_jpg_395423Durch das Landesamt für Denkmalpflege wurde gemeinsam mit der Wissenschaft und regionalen Partnern der Antrag auf Eintragung der Eiszeithöhlen in die Weltkulturerbeliste der UNESCO vorbereitet und im Januar 2016 durch die deutsche Kultusministerkonferenz dem World Heritage Comitee in Paris vorgelegt.

Nach Prüfungs- und Wartezeiten könnte die endgültige Entscheidung beim WHC im Juni 2017 gefällt werden. Die Chancen auf eine Eintragung der Höhlenfundstellen der Schwäbischen Alb als UNESCO-Welterbe werden von den Experten als sehr gut eingeschätzt.

http://www.denkmalpflege-bw.de/denkmale/weltkulturerbe


 

Fundstellenführer

Aktuelle Neuerscheinung:

Eiszeitarchäologie auf der Schwäbischen Alb –

Die Fundstellen im Ach- und Lonetal und in ihrer Umgebung

Nicholas J. Conard, Michael Bolus, Ewa Dutkiewicz, Sibylle Wolf

276 Seiten, ISBN: 978-3-935751-24-7, 19,95 €

Im vorliegenden Buch stellen vier Tübinger Forscherinnen und Forscher, die wesentlich zum Erkenntnisgewinn der letzten Jahre beigetragen haben, in allgemein verständlicher Form die wichtigsten neuen Forschungs­ergebnisse zu den Höhlenfundplätzen sowohl für Fachleute und Studierende als auch für die breite Öffentlichkeit vor.

Erhältlich ist der handliche Fundstellenführer beim Kerns Verlag Tübingen, beim Archäopark Vogelherd und im Buchhandel.


 

MammutaktionMammut-Figuren als Werbeträger

Nach der erfolgreichen SchafSchau des Jahres 2006 startete der Heidenheimer Dienstleistungs- und Handelsverein die MammutSchau.

Wie schon das Schau-Schaf kann das Mammut in Form einer übergroßen Skulptur erworben werden. Dabei kann man der Fantasie freien Lauf lassen und ein Mammut ganz nach Wunsch gestalten – entweder selbst, durch Mitarbeiter oder man holt sich tatkräftige Unterstützung aus Kindergärten, Schulen und anderen sozialen Einrichtungen, von Hobbymalern und freischaffenden Künstlern.

Alle Informationen zur Aktion des Heidenheimer Dienstleistungs- und Handelsverein 1838 e. V. auf   www.mammutschau.de


 

Mit Unterstützung durch den Förderverein Eiszeitkunst im Lonetal e.V. ist erschienen:

Eiszeitbuch4Liria und Athiko von der Mammuthöhle – Als die Eiszeittiere unsterblich wurden .

Eine Fotobuch von Gabriele Dalferth und Dr. Wolfgang Bausch

Die Erzählung aus der Eiszeit führt unvorstellbare 40000 Jahre zurück in das Lonetal und die bekannte Vogelherdhöhle, die als Fundort von Pferdchen, Mammut und vieler weiterer Eiszeittiere mittlerweile Weltruhm genießt.

Das Buch ist mit Fotos reich bebildert. Dabei haben die Autoren, beide Archäoguides am Vogelherd, Wert auf größtmögliche Authentizität bei der Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse gelegt. Ein abschließender Teil mit Erläuterungen trägt dazu bei, viel kompaktes Wissen über die Lebensumstände unserer Vorfahren zu vermitteln.

Erhältlich ist es zum Preis von 14,90 Euro beim Archäopark Vogelherd und mit der ISBN-Nummer 978-3-00-046494-2 über den Buchhandel. Trailer